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Der Tag stand ganz im Zeichen der Fähre.
Nach einer kurzen, sicheren Nacht musste morgens vor allem eines funktionieren: weiterkommen. Der Campingplatz war zwar zu, aber zum Schlafen hat es gereicht. Danach lagen noch rund 206 Kilometer vor mir. Grob zehn Stunden, wenn alles passt. Also kein großes Drama, sondern einfach losfahren, essen, trinken, navigieren, weiterrollen.
Ich bin bewusst anders gefahren als der Mainstream. Ein bisschen kürzer sollte die Route sein, aber vor allem wollte ich meinen eigenen Weg nehmen. Das bedeutete auch: mehr kleine Straßen, mehr Wald, mehr Gravel und vermutlich nicht immer die schnellste Variante. Dafür hatte die Strecke genau diesen Adventure-Ride-Charakter, wegen dem man so ein Rennen am Ende ja auch fährt.
Technisch lief vieles erstaunlich gut. Der COROS Dura macht bisher einen richtig starken Job: lange Akkulaufzeit, stabile Verbindung zum Handy, Navigation okay, keine Probleme. Bei so einem Rennen ist das viel wert. Wenn das Navi einfach funktioniert, bleibt im Kopf mehr Platz für die eigentlichen Entscheidungen.
Irgendwann wurde aus der Route dann wieder Logistik: Fähre, Hafen, Warten, rüber Richtung Danzig. Mit der Fähre ist das erste Drittel des Rennens ziemlich genau erledigt. Nicht weil es sich schon leicht anfühlt, sondern weil ein großer Block abgeschlossen ist.
Jetzt geht es weiter. Polen wartet. Und wie immer beim TCR: Es ist nicht nur Radfahren. Es ist Planung, Müdigkeit, Improvisation und jeden Tag wieder die Frage, welcher Weg heute der richtige ist.
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